Der Heizungsspezialist Remeha hat für das Klinikzentrum Ammerland ein hybrides Heizsystem aus Wärmepumpe und Gaskessel installiert. Diese Kombination ermöglicht es, Wärmeverluste zu reduzieren und die CO2-Bilanz zu senken, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden – ein kritischer Punkt bei Krankenhäusern, wo Ausfallzeiten inakzeptabel sind.

Das System dokumentiert einen praktischen Mittelweg: Reine Wärmepumpenlösungen sind für große Liegenschaftsportfolios oft noch zu riskant, da sie bei Spitzenlastsituationen oder Stromengpässen an ihre Grenzen stoßen. Die Gasfallback-Komponente bietet hier Redundanz. Gleichzeitig trägt die Wärmepumpe zur schrittweisen Dekarbonisierung bei, ohne massive Investitionsausfallrisiken zu erzeugen.

Für Gebäudeverantwortliche im Krankenhaus- und Großflächensektor bedeutet dies: Hybrid-Systeme sind eine realistische Option für die mittelfristige Energiewende, solange Gas noch verfügbar ist. Sie erfordern aber präzisere Dimensionierung und Regelstrategie als reine Einzeltechnologien. Der Markt wird diese Systeme weiter ausdifferenzieren.